Sehr geehrter Herr Klee,
sehr geehrter Herr Schuschkow,
Was schmerzt mehr als wenn man sich engagiert und dafür nicht genügend Beachtung findet?
Man startet etwas offensichtlich "Gutes" und der Aufwand, den die Mitmenschen zu erbringen hätten ist gering, und man geht selbst voller Energie und Tatendrang ans Werk ... und wundert sich dann, dass die Leute sich nicht bewegen. Diese Erfahrung habe ich ebenfalls gemacht und kann nur zustimmen "Die Leute bekommen die Politiker, die sie verdienen!"
Nun, ich für mich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich selbst nicht mehr politisch engagieren werde und habe einen heiden Respekt vor jedem, der diesen schweren Weg auf sich nimmt - nicht um viel Geld zu verdienen, sondern um etwas zu verändern.
Allerdings übernehme ich die Verantwortung für mein Leben und mache weder äußere Umstände noch andere Menschen dafür verantwortlich. Rücksicht und Freundlichkeit ist für mich enorm wichtig. Ebenso behandele ich andere durchweg, wie ich selbst behandelt werden möchte. Und ich versuche so weit und so gut es geht immer mit dem gleichen Maß zu messen.
Ist das Massenbewußtsein nun mehr geworden oder eher weniger?
Ich finde schon, dass wir wesentlich bewußter geworden sind. Zwar sind sehr viele Menschen im Moment mit sich selbst beschäftigt, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Nach dieser Phase - der Faszination, dass ja alles da ist - könnte eine Phase des Erwachens und des Interesses kommen. Wenn man allein bedenkt, wie die Rolle der Frau vor 40 Jahren war und nun das Selbstbewußtsein sieht, dann finde ich es gut. Ebenso wird Kindern heutzutage viel mehr zugestanden, als früher. Mit diesen ganzen Änderungen und auch dem Erkennen von Verantwortungen muss aber auch erst einmal neu umgegangen werden, oder?
Ich höre so oft viele Menschen darüber klagen, dass es soviele rücksichtslose und egoistische Menschen gibt, dass es mich hoffen lässt, weil wenn diese Menschen es beklagen, dann haben sie ja schon etwas erkannt und würden doch wohl selbst nicht so handeln, oder?
Vielen Dank, Herr Klee und Herr Schuschkow, für Ihre ganze Kraft und Ihr ganzes Engagement und auch, dass sie persönliche Nachteile dafür in Kauf nehmen, dass sich etwas ändert!
Während ich Ihnen dies hier schreibe, reift der Entschluss in mir, dass ich meinen Webblog mit Gedanken wieder eröffnen werde. Denkanstöße sind wichtig und jeder kann es nutzen oder lassen.
Ich bin so frei - und ich hoffe, Sie finden es jetzt nicht unverfroren - einen Tipp zu geben - nein, es ist viel mehr eine Bitte, damit Sie möglichst nicht verletzt werden: Wenn Sie etwas tun wollen, dann tun Sie es für sich! Tun Sie es niemals, weil Sie von anderen vielleicht Unterstützung oder Anerkennung erwarten, sondern einzig, weil Sie es selbst richtig finden. Kämpfen Sie in Ihrem Namen, weil es Ihnen wichtig ist. Alleine dadurch ändern Sie schon etwas. Meine Welt haben Sie ein bisschen heller gemacht und dafür bin ich sehr dankbar. Es ist schön zu wissen, dass es noch Kämpfer gibt! Sie sind fast ein bisschen so wie Ritter...
Meine besten Wünsche werden Sie immer begleiten

))
Herzliche Grüße
Larisa H.
P.S. Ich hoffe, es ist okay, dass ich Sie beide auf diesem Wege angesprochen habe.