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Eintrag von Larisa H.
Larisa H. schrieb am 17.07.2009, 23:19:06 Uhr:
Sehr geehrter Herr Klee,
sehr geehrter Herr Schuschkow,

Was schmerzt mehr als wenn man sich engagiert und dafür nicht genügend Beachtung findet?

Man startet etwas offensichtlich "Gutes" und der Aufwand, den die Mitmenschen zu erbringen hätten ist gering, und man geht selbst voller Energie und Tatendrang ans Werk ... und wundert sich dann, dass die Leute sich nicht bewegen. Diese Erfahrung habe ich ebenfalls gemacht und kann nur zustimmen "Die Leute bekommen die Politiker, die sie verdienen!"

Nun, ich für mich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich selbst nicht mehr politisch engagieren werde und habe einen heiden Respekt vor jedem, der diesen schweren Weg auf sich nimmt - nicht um viel Geld zu verdienen, sondern um etwas zu verändern.

Allerdings übernehme ich die Verantwortung für mein Leben und mache weder äußere Umstände noch andere Menschen dafür verantwortlich. Rücksicht und Freundlichkeit ist für mich enorm wichtig. Ebenso behandele ich andere durchweg, wie ich selbst behandelt werden möchte. Und ich versuche so weit und so gut es geht immer mit dem gleichen Maß zu messen.

Ist das Massenbewußtsein nun mehr geworden oder eher weniger?
Ich finde schon, dass wir wesentlich bewußter geworden sind. Zwar sind sehr viele Menschen im Moment mit sich selbst beschäftigt, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Nach dieser Phase - der Faszination, dass ja alles da ist - könnte eine Phase des Erwachens und des Interesses kommen. Wenn man allein bedenkt, wie die Rolle der Frau vor 40 Jahren war und nun das Selbstbewußtsein sieht, dann finde ich es gut. Ebenso wird Kindern heutzutage viel mehr zugestanden, als früher. Mit diesen ganzen Änderungen und auch dem Erkennen von Verantwortungen muss aber auch erst einmal neu umgegangen werden, oder?

Ich höre so oft viele Menschen darüber klagen, dass es soviele rücksichtslose und egoistische Menschen gibt, dass es mich hoffen lässt, weil wenn diese Menschen es beklagen, dann haben sie ja schon etwas erkannt und würden doch wohl selbst nicht so handeln, oder?

Vielen Dank, Herr Klee und Herr Schuschkow, für Ihre ganze Kraft und Ihr ganzes Engagement und auch, dass sie persönliche Nachteile dafür in Kauf nehmen, dass sich etwas ändert!

Während ich Ihnen dies hier schreibe, reift der Entschluss in mir, dass ich meinen Webblog mit Gedanken wieder eröffnen werde. Denkanstöße sind wichtig und jeder kann es nutzen oder lassen.

Ich bin so frei - und ich hoffe, Sie finden es jetzt nicht unverfroren - einen Tipp zu geben - nein, es ist viel mehr eine Bitte, damit Sie möglichst nicht verletzt werden: Wenn Sie etwas tun wollen, dann tun Sie es für sich! Tun Sie es niemals, weil Sie von anderen vielleicht Unterstützung oder Anerkennung erwarten, sondern einzig, weil Sie es selbst richtig finden. Kämpfen Sie in Ihrem Namen, weil es Ihnen wichtig ist. Alleine dadurch ändern Sie schon etwas. Meine Welt haben Sie ein bisschen heller gemacht und dafür bin ich sehr dankbar. Es ist schön zu wissen, dass es noch Kämpfer gibt! Sie sind fast ein bisschen so wie Ritter...

Meine besten Wünsche werden Sie immer begleiten ))

Herzliche Grüße
Larisa H.

P.S. Ich hoffe, es ist okay, dass ich Sie beide auf diesem Wege angesprochen habe.
Kommentar: Hallo Larissa H., vielen Dank für den Eintrag. Leider kann nur ich in diesem Gästebuch antworten. Deshalb nun mein kleiner Kommentar dazu. Was mich bisher motivierte, war nie auf Anerkennung ausgerichtet, wohl aber auf Unterstützung. Ohne Unterstützung kann man nichts bewegen. Ich unterschätzte aber, wie schwer es ist, aus Herdenmenschen Einzelkämpfer zu machen. Es gleicht dem Zug der Lemminge. Ich kann hier nicht für Herrn Schuschkow sprechen, aber ich suche immer noch nach dem Schlüssel zu den Verdrossenen. Wenn diese aufstehen und zu einer politischen Kraft werden würden, dann würden wir alle nicht von Minderheiten an der Nase herumgeführt werden. Eingestellt habe ich die ausführliche Berichterstattung und die zusätzliche Verbreitung der Elaborate des Magistrats und der Parteien, nicht aber mein Interesse an pragmatischer Politik. Ich bedanke mich für die freundlichen Worte und freue mich auf einen weiteren Gedankenaustausch.
Eintrag von Isolde
Isolde schrieb am 25.06.2009, 10:05:21 Uhr:
Lieber Klaus,
Deine Lesung über die \\\"Grauköpfe\\\" war sehr amüsant und hat gezeigt, dass man manche Dinge des Alltags mit Humor nehmen muss, um nicht unterzugehen. Mir hat es wieder einmal deutlich gemacht, dass die Sicht der Dinge, die man persönlich hat, nicht die einzig richtige sein kann, sondern dass man versuchen muss, alles - sei es nun im privaten, beruflichen, politischen Bereich usw.- von verschieden Seiten zu betrachten. Das heißt nicht, dass man seine eigene Meinung aufgeben muss. Man muss nur toleranter sich selbst und anderen gegenüber werden und das Wichtigste: Man sollte nie sein Lachen verlieren !!!!
Mach weiter so
Liebe Grüße
Isolde
Kommentar: Liebe Isolde, vielen Dank für den Eintrag. Gut dass über das Vergnügen hinaus auch Nachdenkenswertes enthalten war. Genau das ist eigentlich mein Anliegen. Bittere Tropfen auf Zucker helfen manchmal. Liebe Grüße Klaus
Eintrag von Dietmar Mideck
Dietmar Mideck schrieb am 10.01.2009, 12:47:02 Uhr:
Sehr geehrter Herr Klee,
Ihren Leserbrief zur bevorstehenden Hessen-Wahl, den ich sehr gut finde, sollten Sie der gesamten hessischen Bevölkerung nicht vorenthalten. Deshalb schlage ich vor, diesen an sämtliche Redaktionen der hessischen Printmedien zukommen zu lassen.
Eintrag von Ewart Reder
Homepage: http://www.fyrleser.de
Ewart Reder schrieb am 17.11.2008, 09:18:14 Uhr:
Sehr geehrter Herr Klee,

auf Ihren Wahl-Artikel hin gebe ich zwei Dinge zu bedenken.
Das erste etwas allgemeiner: Die Schröder-SPD hat den Kapitalismus losgetreten, den sich ein Kohl noch nicht getraut hatte. Grün hat ganz vorne mitgemacht. Und das jetzt immer noch wählen, nur weil SPD oder Grün auf dem Schildchen steht?? Lafontaine ist der einzige anständige Politiker der ersten Reihe, den ich kenne: Seine (!) SPD war gewählt worden, Schröders (Steinmeiers) geheim gehaltene Richtung hat sich innerhalb weniger Tage an die Macht geputscht. Rücktritt war in dieser Lage hoch respektabel, falls Macht nicht alles sein sollte.
Das zweite wahlbezogen: Bei den zu erwartenden Ergebnissen muss jedem klar sein. Scheitert die Linke an der Hürde, dann knapp. Was unzweifelhaft heißt: Koch satt. Das Ypsilantiprogramm gibts also nur m i t der Linken. Abgesehen davon heißt nach der Wahl ganz schnell: SPD gewählt - 'große' Koalition, grün gewählt - Jamaika oder gar Schwarzgrün. Die Grünen haben schon getönt, dass 'die SPD ihren Kredit bei uns verspielt' habe etc. Schwarzgrün mit Ansage ist das. Links stehen daher auch die einzigen, b e i denen es zuverlässig Ypsilanti/Scheer gibt (leider ohne Scheer und bald auch Ypsilanti, wenns so weiter geht).
Im übrigen sag ich immer: Vier F.D.P.s sind genug. Sie wollen doch auch keine F.D.P. wählen.

Mit Tucholsky wünsche ich Ihnen
ne verjnüchte Wahl - rejiert wern wa doch. Die Wahl ist der Rummelplatz des kleinen Mannes!
Ewart Reder
Eintrag von Gustav Faschung
Homepage: http://www.undertheroof-online.de
Gustav Faschung schrieb am 12.02.2008, 17:53:20 Uhr:
Sehr geehrter Herr Klee,
zunächstmal gilt ihnen mein Dank für ihr HP, die es an Satire nicht mangeln lässt.
Danke auch für die Erwähnung meiner Leserbriefe. Ich meine daß Politik, unabhängig von der Positionierung für den Menschen gemacht werden sollte.Minister und Beamte sind ja im Wortlaut Staatsdiener.Doch in der Wirklichkeit eher Erfüllungsgehilfen, die nach oben schauen und nach unten treten.Ich wünsche mir daß immer mehr Bürger klar zu diesen misständen Stellung beziehen. herzliche Grüsse Gustav faschung ex Honeyweller
Eintrag von Dietmar Mideck, Bad-Württ
Dietmar Mideck, Bad-Württ schrieb am 18.01.2008, 16:50:53 Uhr:
Hallo, sehr geehrter Herr Klee, sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger in Hessen,
mit Interesse verfolge ich Euren Landtags-Wahlkampf aus der Ferne.
Wie wird u.a. auch darüber in Stuttgart gedacht?
Heute (18.01.2008) steht es wie folgt in der Stuttgarter Zeitung:
Stuttgarter CDU-Oberbürgermeister widerspricht den Parolen des hessischen Kriminalwahlkampfs
Der Link hierzu:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1613037
Es ist also nicht so, wie die Kanzlerin meint, dass die gesamte CDU hinter Koch steht. Und hoffentlich viele, viele Hessen-Wähler auch nicht.

Eintrag von Heiko Koch
Heiko Koch schrieb am 01.12.2007, 17:29:58 Uhr:
Hallo Klaus,

ich finde es einfach nur toll, dass du mit deiner Homepage weitermachst und den Politikern so auf die Finger schaust. Ein ganz großes Lob geht aber auch mal an die Mikrokosmostruppe. Eure Veranstaltung war echt spitze!!!!

Viele Grüße
Heiko
Kommentar: Hallo Heiko,

Du bist aber einer von den ganz Mutigen! Du liest meine Homepage und besuchst als Parteimensch auch noch das immer politischer werdende Kabarett. Ach so - Du bist ja nicht konservativ! Hast Du Dich nicht auch gewundert, wie wenig Besucher mit politischem Hintergrund da waren, denen die Ohren hätten klingeln müssen?

Das Lob gebe ich gern weiter und bedanke mich für Deinen Eintrag. Natürlich bleibe ich weiterhin an der Politik dran.
Eintrag von Ebenfalls anonym
Ebenfalls anonym schrieb am 23.11.2007, 09:41:11 Uhr:
Hallo Herr Klee,
Ihre Worte stoßen auf taube Ohren blinder Freizeitpolitiker, die nur ihre eigene Wichtigkeit kennen. Für Ihre betroffenen Leser sind diese Worte allerdings eine kleine Hoffnung, dass sie dennoch etwas bewirken. Gern würde ich mich outen, doch damit bekäme ich in meiner Partei nur noch mehr Schwierigkeiten. Auch ich werde nur noch diese Wahlperiode begleiten, wenn sich nichts Gravierendes ändert. Besonders berührt hat mich, dass Sie auch mich in ihren letzten Kommentaren daran erinnerten, dass mich viele Wähler über das Wahlverfahren hinweg sorgfältig auswählten, als sie ihre Stimme abgaben und ich nun rein gar nichts für sie tun kann. Hoffentlich besitzen Sie die Stärke, weiterhin das zu vertreten, was viele Maintaler Bürgerinnen und Bürger bewegt. Es kommt die Stunde gewaltiger Veränderungen, davon bin ich überzeugt. Wenn nicht, dann müsste ich kommunalpolitisch das Schlimmste befürchten.
Kommentar: Werter Leser meiner Homepage,
vielen Dank für die offenen Worte. Leider scheint auch hier noch nicht der Tag gekommen zu sein, sich vollnamentlich gegen das zu wenden, was momentan scheinbar unausweichlich ist. Sie müssen in Ihrer eigenen Partei und in Kooperation mit Gleichgesinnten anderer Parteien personelle und parteipolitisch fragwürdige Täter bekämpfen, ehe es zu spät ist. In Maintal ist der Punkt der notwendigen Intervention längst überschritten und es hängt jetzt nur noch an der Zivilcourage der Parteimitglieder, aber auch der Stadtverordneten, die richtigen Schritte einzuleiten. Mit einem offenen und mutigen Engagement täten Sie für die politische Kultur Maintals mehr, als sich weiterhin vereinnahmen und missbrauchen zu lassen. Offenheit und positive Tatkraft sollte Ihrer Partei langfristig mehr Wählerstimmen einbringen als einseitige Klientelpolitik und Machterhaltungsstrategien, zu deren Zustimmung Sie offensichtlich genötigt werden. Suchen Sie den Kontakt zu Gleichgesinnten und gehen Sie mutige Schritte.
Eintrag von Anonym
Anonym schrieb am 22.11.2007, 10:09:25 Uhr:
Lieber Herr Klee, ich bedauere zutiefst Ihre Entscheidung, sich nicht mehr so hautnah zu engagieren. Ich denke, es hängt mit dem bedauerlichen Tod Ihres Vaters zusammen, wofür ich natürlich Verständnis habe. Ich schreibe Ihnen dies, um Ihnen eine Information darüber zu geben, mit welcher Erleichterung Ihre Entscheidung bei den Parteigranden in Maintal aufgenommen wurde. In einer Runde, in der ich zugegen sein durfte, wurden Äußerungen getan wie: "Gut das er aufhört, mir wird jedesmal schlecht, wenn ich die Seite lese" oder "Ich habe mich immer geärgert, wenn ich da gelesen habe". Ich weiß nicht, ob Sie wissen, welche Reaktionen Sie da hervorgerufen haben, aber Ihr Teilabschied wurde so gewertet, dass man nun einen lästigen Mahner losgeworden ist. Sie wissen selber, dass die Presseberichte nur einen geringen Teil dessen Wiedergeben, was da wirklich passiert, weil unser Käseblatt in Maintal einfach keine guten Journalisten in der Führung hat. Mit Ihrem Abschied von der aktiven Teilnahme vom Geschehen auf Seite der Berichterstatter geben Sie auf und das wird bei den Zuständigen als Erfolg des "Immer so weiter" gewertet. Der liegt ja gerade darin, möglichst viele Menschen von der aktiven politischen Teilnahme abzuhalten, denn was da läuft, das kann nur laufen, wenn sich niemand dafür interessiert. Ich bin auch nicht besser wie Sie, vielleicht noch schlechter, denn ich werde mit Ablauf dieser Wahlperiode auch mein Mandat nicht wieder aufnehmen, sonder ausscheiden, weil es mich einfach ankotzt, was da läuft und ich nicht, aber auch nichts dagegen tun kann, was meine Chefs machen. Aber bei mir merkt das keiner, bei Ihnen sehr wohl. Deswegen meine Bitte an Sie, lassen Sie den Menschen Hoffnung und ärgern Sie weiter, sonst ändert sich nie etwas.
Kommentar: Werte(r) Stadtverordnete(r), bzw. wertes Magistratsmitglied,

vielen Dank für den interessanten Eintrag, der mich doch sehr nachdenklich macht. Meinen letzten Kommentaren konnte man sicher großen Frust über die Maintaler Parteispitzen entnehmen, die sich politisch betätigen, als seien sie der Nabel der Welt. Dass ich mich langsam aus der Informationswelt zurückziehe, dürfte ein Trugschluss sein, auch wenn ich nicht mehr jede Parlamentssitzung besuchen werde. Was dort zum Besten gegeben wird, ist nur eine traurige Momentaufnahme des unrühmlichen Zustands. Die eigentlichen Schandtaten finden ohnehin hinter verschlossenen Türen statt. Die mir aber dennoch vorliegenden Informationen werden weiterhin zu den Zeitpunkten verarbeitet, an denen sie den Betroffenen am ungelegensten kommen. Das dauert manchmal aber dafür verpuffen die Informationen nicht im falschen Moment.

Wenn einige Damen und Herren der Maintaler Kommunalpolitik nun erfreut sind, dann wird das von kurzer Dauer sein, denn ihre Taten holen sie wieder ein, wenn meine kleine Denkpause vorüber ist. Bleiben Sie mir bitte weiterhin als Leser(in) treu. Wenn Sie aktiv etwas an den Verhältnissen ändern wollen, dann verlieren Sie in meiner Nähe ruhig auch mal die eine oder andere Information, die ich dann rein zufällig finde. So bleiben Sie parteipolitisch ebenso sauber wie etliche Ihrer Kollegen. Sie können aber auch den direkten Kontakt suchen - Diskretion sichere ich zu. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Eintrag von Reginald Wullersbrück
Reginald Wullersbrück schrieb am 22.06.2007, 19:50:22 Uhr:
Hallo Herr Klee,

vielen Dank für die faire Berichterstattung. Ich hoffe, dass Sie damit die richtigen Personen erreichen.

mfg Wullersbrück
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